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Fuchsbandwurm

Die Kernzeit der Fuchsjagd steht wieder kurz bevor! Aus diesem Grund soll an dieser Stelle in Erinnerung gerufen werden, dass der Fuchsbandwurm auch in Kärnten nachgewiesen wurde und deshalb jeder Jäger bei seinen Tätigkeiten daran denken und ein paar Dinge berücksichtigen sollte. Das Institut für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien empfiehlt folgende Maßnahmen beim Umgang mit Füchsen bzw. der Fuchsjagd,  um die Wahrscheinlichkeit einer Fuchsbandwurminfektion möglichst zu minimieren:

  • Tot aufgefundene oder erlegte Füchse nur mit Plastikhandschuhen anfassen und die Tiere in dicht abschließenden Behältern oder  Plastiksäcken verpackt transportieren. Hände immer gründlich waschen.
  • Füchse sollten vor dem Abbalgen nass gemacht werden (verringert das Aufwirbeln und Einatmen der ev. im Balg befindlichen Bandwurmeier); Schutzmaske tragen.
  • Beim Entfernen überfahrener Füchse und beim Abkehren der Straße eine Schutzmaske tragen. Die verwendeten Reinigungsgeräte nach der Arbeit mit kochendem Wasser übergießen.
  • Nach dem Kontakt mit Füchsen oder Hunden und Katzen in Endemiegebieten gründlich die Hände waschen!
  • Der Einsatz von handelsüblichen Desinfektionsmittel tötet die Eier des Fuchsbandwurmes nicht ab.
  • Bauhunde sollten nach Beendigung der Jagd abgeduscht werden.
  • Hunde und Katzen in gefährdeten Gebieten sollten prophylaktisch regelmäßig (alle 3-4 Wochen) mit einem gegen Echinokokken wirksamen Mittel entwurmt werden.
  • Personen - wie z.B. Jäger, Waldarbeiter, Tierpräparatoren, Tierärzte, Autobahnpolizisten - die durch ihre Tätigkeit besonderer Gefährdung ausgesetzt sind, sollten sich regelmäßig serologisch untersuchen lassen. So kann eine Infektion frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Die Blutentnahme erfolgt beim Arzt, der die Probe zur Untersuchung an das Institut für Klinische Hygiene - Abteilung Parasitologie (Kinderspitalgasse 15, A-1095 Wien, Tel. 01 4049079 443) weiterleitet.
  • Weiterführende Infos finden sich auch auf der Homepage des Instituts für Parasitologie, Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

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