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Risse im Revier

Zur Erkennung von Raubwildrissen im Revier

Kärnten hat eine lange Tradition, was die Anwesenheit von Großraubwildarten betrifft. So streifen seit Jahrzehnten einzelne Bären durch das Land, Luchse wurden in den 70er Jahren des letzten Jhdts. auf der steirischen Seite der Turrach ausgewildert, vor einigen Jahren auch wenige Individuen im Kanaltal. Ein Populationsaufbau fand bisher nicht statt, Luchse sind immer selten geblieben und kommen derzeit vereinzelt entlang der südlichen Landesgrenze vor. Wild- und Haustierrisse hat es immer wieder gegeben, doch seit Wölfe in den letzten Jahren immer wieder Risse verursachen, hat sich die Aufmerksamkeit bei Funden von Kadavern bei Bauern und Jägern stark erhöht. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, wie Tiere zu Tode kommen können, erst danach angeschnitten werden oder auch von Füchsen oder Hunden gerissen werden. Meist sind es Jäger, welche solche Kadaver finden oder von Bauern bei verdächtigen Fällen geholt werden. Daher erscheint es sinnvoll, einen Überblick zu den verschiedenen Tötungs- und Anschnittspuren des (Groß-)Raubwildes zu geben, den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen sowie anderen möglichen Hinweisen am Fundort.Die praktische Vorgehensweise bei einem Kadaverfund mit Verdacht der Tötung durch Großraubwild wird am Ende des Artikels angeführt!

SICHERUNG DES FUNDORTES

Die Vorgangsweise an einem vorgefundenen „Tatort“ ist einer kriminalistischen Arbeit in Teilen durchaus ähnlich. Zuerst gilt es den Fundort zu sichern. Dies bedeutet ein erstes Absuchen der Umgebung nach möglichen weiteren Hinweisen auf den Verursacher und/oder mögliche Nutzer des Kadavers. Bei diesen Hinweisen kann es sich um Haare, Spuren oder Losungen handeln. Mitgeführte Hunde sollen vom Kadaver und dem Fundort ferngehalten werden, um nicht eventuelle Hinweise zu verändern. Vor allem am Kadaver können von Hunden Spuren hinterlassen werden, welche mögliche spätere Probennahmen (DNA) beeinflussen. 

BEGUTACHTUNG DES KADAVERS

Ist die nähere Umgebung abgesucht, folgt eine erste Beurteilung des Kadavers „von außen“. Dabei ergeben sich eine Reihe von Möglichkeiten und Variationen, welche bedacht werden müssen. Es stellen sich folgende Fragen: Wo befinden sich die Bisse, gibt es weitere Körperteile mit Bissverletzungen? Wurde das Tier angeschnitten, und wenn, wo? Bei aufgerissener Bauchdecke – fehlt der Verdauungstrakt oder liegt er in der Nähe? Wurde der Kadaver bewegt, finden sich Kampf- und/oder Schleppspuren? Wurden Körperteile abgetrennt und sind verschwunden? Ist das Rückgrat gebrochen oder einzelne Läufe? Lassen sich die körperliche Verfassung, Alter und Geschlecht des gefundenen Tieres beurteilen? Gibt es Anzeichen von Nachnutzern am Kadaver oder in unmittelbarer Nähe?

Je nach Eindeutigkeit einzelner Punkte und ihrer Variationen lässt sich eine erste Zuordnung auf einen Verursacher vornehmen – vielfach jedoch bedarf es weiterer Nachschau. Viele Verletzungen wie kleinere Bisse oder Kratzer sind durch die (Winter!) Decke verborgen, Unterhautblutungen und Quetschungen verschiedenster Herkunft sind von außen nicht zu sehen. Daher ist für eine weitere Zuordnung immer die Decke abzuschärfen – sofern es der Zustand des Kadavers zulässt! Dabei sollten bei der Schnittführung erkennbare Bissmuster nicht zerteilt werden, Schnitte also in erkennbar unverletzten Bereichen setzen. Es ist zu empfehlen, immer auch das ganze Tier aus der Decke zu schlagen, da sonst kleinere Verletzungen leicht übersehen werden (z.B. Bisse in Läufe).

Nach der Entfernung der Decke lassen sich weitere Informationen sammeln: Wie viele Bisse gibt es im Drossel- oder Nackenbereich und wie groß sind diese? Gibt es weitere Bisslöcher an anderen Stellen? Sind die Bisslöcher an den Rändern gerötet bzw. finden sich unter den Bissstellen Hämatome? Sind mehr oder weniger große Unterhautblutungen zu sehen – auch ohne Bisseinwirkung? Gibt es Krallenspuren auf der Innenseite der Decke, gehen diese bis ins Fleisch? Krallenspuren sind als Risse erkennbar, nicht als Löcher. Nach dieser äußerlichen Ansprache und dem folgenden Abschärfen der Decke mit meist zusätzlichen Hinweisen lassen sich Aussagen auf den möglichen Verursacher treffen. Bevor nun die charakteristischen Riss- und Anschnittmerkmale der einzelnen Raubwildarten angeführt werden noch einige wichtige Anmerkungen. Jedes Riss- und Anschnittmerkmal weist eine gewisse Variabilität auf, daher müssen alle Merkmale sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Bei einigen Merkmalen kommen mehr als ein Verursacher in Frage, wie etwa beim Drosselbiss, welcher letztlich von Luchs, Fuchs, Hund und Wolf gesetzt wird. Somit sind jene Merkmale besonders wichtig, welche nur bei einem Verursacher auftreten, bzw. welche ausgeschlossen werden können.Nach Beurteilung der äußeren Merkmale und Abschärfen der Decke sollte es möglich sein zu entscheiden, ob das Tier überhaupt gerissen wurde! Wildtiere (und oft auch Haustiere) können aus unterschiedlichen Gründen verenden (Verkehrsunfälle, Krankheiten, Blitzschlag, schwache Kondition), erst im Nachhinein angeschnitten werden und auch Bisse aufweisen. Bei postmortalen Nutzungen und Bissen fehlen die Hämatome, die Bisslöcher sind nicht mehr durchblutet.Es sollten die verschiedenen Stufen der Beurteilung und der vorhandenen Merkmale so gut als möglich fotografisch dokumentiert werden. Die Verwendung eines Größenvergleiches oder Maßstabes ist dabei sehr hilfreich! Eine fotografische Beurteilung kann die Begutachtung vor Ort nicht ersetzen, aber mit entsprechender Erfahrung und guter Dokumentation können viele Verursacher schon ausgeschlossen werden. Wichtig ist eine objektive Herangehensweise – die Erfahrungen der letzten Jahre mit einer möglichen Anwesenheit des Wolfes zeigen, dass immer wieder einzelne Hinweise herausgenommen werden ohne die Gesamtheit der Anzeichen zu sehen.

RISSBILDER UND FRASSVERHALTEN

LUCHS

Die wesentlichen Beutetiere des Luchses bilden Schalenwildarten in seiner Gewichtsklasse, also Reh und Gams. Füchse, Hasen und Kleinsäuger werden gelegentlich geschlagen, größeres Schalenwild selten. In Rotwildgebieten kann allerdings der Anteil an Kälbern und einjährigen Stücken durchaus einen höheren Anteil ausmachen.Der Luchs ist ein Überraschungsjäger, der seine Beute durch Pirsch oder Ansitz erjagt. Nach einem kurzen Sprint wird das Beutetier durch einen gezielten Biss in die Drossel getötet. Bisse in den Nacken kommen bei kleineren Beutetieren vor. Beim Luchs zeigt das Bissbild wenige, tiefe, sauber abgegrenzte, mittelgroße Löcher. Am restlichen Wildkörper sind keine Bissverletzungen oder großflächige Unterhautblutungen zu finden. Die einziehbaren und daher sehr spitzen und scharfen Krallen dienen zum Greifen und Halten der Beute. Krallenspuren sind nicht immer vorhanden bzw. schwer zu sehen, wenn sie auftreten durchschneiden sie die Decke und gehen bis ins Fleisch.

Beim Anschneiden bevorzugt der Luchs das Muskelfleisch. Daher finden sich Fraßspuren zuerst an den Keulen, seltener an den Schultern. Im Verlauf der Nutzung wird das Beutetier während 4 – 6 Tagen meist von hinten nach vorne aufgefressen, die tägliche Fleischmenge liegt bei etwa 1,5 kg. Übrig bleiben die großen Knochen, der Verdauungstrakt, das Haupt und die Decke, Letztere wird oft nach vorne umgedreht. Vom Luchs werden einzelne Körperteile nicht abgetrennt, klassischerweise hängen beim vollständig genutzten Riss alle Skelettbestandteile aneinander. Sofern geeignetes Material vorhanden ist, wird der Riss, besonders die Anschnittstelle, gerne mit Laub, lockerer Erde oder Schnee verblendet.

 

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/Luchs_1.jpgDer Luchs ist kein Hetzjäger, daher finden sich außer dem Tötungsbiss an der Drossel am restlichen Wildkörper weder Bissverletzungen noch große Unterhautblutungen. Foto: Gerald Muralt

BÄR

Bären sind keine spezialisierten Beutegreifer. Sie verfügen jedoch über beachtliche Kräfte und vermögen ein Tier mit einem oder mehreren Prankenhieben über die Nase, den Nacken oder den Korpus zu töten. Oft ist daher der Schädel oder das Rückgrat des Beutetieres gebrochen.Daher findet sich oft aus Maul oder Nase geronnenes Blut, der Kopf kann überstreckt oder abgewinkelt sein. Bisse, aber auch Krallenrisse finden sich vermehrt in Schulter- und Halsgegend. Manche Bären töten ihre Beutetiere ähnlich wie ein großer Hund oder auch Wolf durch Bisse über den Nasenrücken oder die Drossel. Aufgrund des ungezielten Vorgehens und der großen Kraft fallen die Verletzungen meist sehr schwer aus.
Bären fressen zuerst gerne die Fleischpartien um den Brustkorb, dann öffnen sie meist den Kadaver und fressen die Innereien. In der Folge wird der Kadaver sauber abgefressen, oft auch Teile der Haut, der größere Teil der Haut wird am Kadaver belassen. Immer wieder werden Beine umgedreht, aus der Haut gezogen und das Muskelfleisch gefressen. Oft finden sich herausgezogene Gedärme, insgesamt ziehen Bären ihre Beute gerne in Deckung, gelegentlich wird diese mit Laub oder Erde auch zugescharrt. Von Bären werden vorwiegend Nutztiere – sehr selten Wildtiere – gerissen. Letztere werden jedoch immer wieder als Fallwild genutzt (Achtung bei Nachsuchen in Bärengebieten!).

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/baer_1.jpgBären öffnen die Beute meist im Brust- und Bauchbereich, fressen zuerst die Innereien dann das Muskelfleisch. Foto: Thomas Huber

 

 

 

 

 

 

 

 

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/baer_2.jpgBären töten ihr Beute oft mit einem Prankenhieb oder Biss über die Nase, den Schädel oder das Rückgrat. Foto: Thomas Huber

FUCHS

Die Hauptnahrung des Fuchses bilden Kleinsäuger. Wenn er Schalenwild oder Nutztiere erbeutet, so handelt es sich dabei in der Regel um schwache, kranke oder junge Stücke.Der Fuchs hetzt seine Beute und beißt dabei immer wieder in Läufe, Flanken, Keulen und Bauch des Opfers. Dadurch kommt es in diesen Bereichen zu Unterhautblutungen, oft finden sich diese gehäuft auf einer Seite des Beutetieres. Hat der Fuchs die Beute geschwächt und zu Boden gezogen, geht er an den Träger und tötet das Tier mit vielen Bissen in Drossel-, Nacken- und Kopfbereich. Typisch für einen Fuchsriss ist daher die große Anzahl kleiner, oft tiefgehender Bisslöcher, welche von den langen und sehr spitzen Eckzähnen verursacht werden.

Charakteristisch für Füchse ist das Anschneiden im Flanken- und Bauchbereich, oft wird auch beim Weidloch begonnen. Eine gewisse Bevorzugung der Innereien ist erkennbar, aber auch eine große Flexibilität, da sich das Anschneiden und weitere Fressen auch an schon vorhandenen Wunden orientieren kann („was schnell geht“). Wirklich typisch für den Fuchs ist das Abtrennen und Verschleppen von einzelnen Körperteilen – bevorzugt das Haupt, immer wieder auch die Schulter. 

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/fuchs.jpgLiegen viele, überwiegend kleine (2-3mm) Löcher „schrotschussartig“ nebeneinander, so ist dies ein Hinweis auf den Fuchs. Achtung: Füchse können auch einzelne größere Löcher verursachen, größere Beutegreifer aber niemals eine größere Anzahl kleiner Bisslöcher! Foto: Thomas Huber

HUND

Wie alle „Hundeartigen“ sind auch unsere Haushunde Hetzjäger. Sie sind jedoch meist weniger geübt und verfügen nicht über die Kraft ihres „wilden“ Verwandten Wolf. Hunde beißen dem flüchtenden Tier vorwiegend in Läufe, Flanken, Bauch und Keulen. Die vergleichsweise kurzen und stumpfen Zähne durchdringen dabei oft nicht die Decke, verursachen darunter jedoch großflächige Hämatome und auf der Decke längliche Risse. Ist das Tier schließlich am Boden, fassen auch Hunde dieses an der Kehle oder im Nacken. Typisch für Hunde ist das „Totschütteln“ wodurch oft große, ausgerissene Löcher im Träger- und Kopfbereich entstehen, meist mit enormen Unterhautblutungen in den betroffenen Bereichen. Achtung: auch unter (Jagd) Hunden gibt es vereinzelt „Profis“, die ein Tier mit wenigen gezielten Bissen töten können! 

Für Hunde charakteristisch sind also Verletzungen am ganzen Tierkörper, viele davon werden allerdings erst nach dem Abschärfen der Decke sichtbar. Mitteleuropäische Hunde jagen kaum aus Hunger, sondern töten aus dem ihnen angeborenen Jagdtrieb. Daher fressen sie an von ihnen getöteten Tieren kaum, und wenn, dann öffnen sie meist den Bauchraum, wobei immer wieder die Eingeweide herausgezogen werden.

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/hund.jpgHunde verfolgen ihre Beutetiere und beißen dabei in Läufe, Flanken, Bauch und Keulen. Bedingt durch die kürzeren und stumpfen Zähne entstehen meist großflächige Hämatome. Foto: Lupus

WOLF

Wölfe sind spezialisierte Schalenwildjäger. In Mitteleuropa zählen Reh-, Rot- und Schwarzwild zu ihren Beutetieren, naturgemäß auch lokale Vorkommen von Dam- und Muffelwild. Wölfe sind Hetzjäger, welche einzeln oder in kleinen Gruppen jagen. Ausgehend von dieser Jagdstrategie finden sich ähnliche Merkmale, d.h. auch Wölfe beißen in die Läufe, Flanken, Bauch und Keulen des Beutetieres. Generell bestehen Unterschiede in der Größe des Beutetieres, reichen diese doch von gut 20 kg beim Reh bis zu 100 kg und darüber bei Rotwild. Mittlere Beutetiere wie Rehe, Rotwildkälber oder auch teilweise Schafe werden durch einen Biss in die Drossel getötet, bei kleineren wie Frischlingen oder Lämmern können auch Bisse über den Rücken vorkommen. Bei großen Beutetieren wie ausgewachsenem Rotwild finden sich zusätzliche, meist erhebliche Verletzungen durch den oben erwähnten Hetzjäger. Ist die Beute zu Boden gezogen, wird sie durch gezielte Drosselbisse getötet. Dabei wird das Beutetier so lange festgehalten, bis es erstickt. Wenn sich ein Beutetier stellt, wird es oft (auch) in die Nase gebissen, auch dieses Vorgehen kann zum Ersticken des Tieres führen. Achtung: die Bissbilder beim Wolf können sehr variabel sein! So können auch kleinere Beutetiere Bisse in Läufen und Flanken bzw. anderen Körperteilen aufweisen, an der Drossel kann es wenige bis viele Bisse geben, auffällig ist jedoch meist die enorme Kraft des Bisses mit entsprechend schweren Verletzungen. Auch durch Bisse gebrochene Knochen können auftreten. Besonders variieren kann dies bei Haustieren, z.B. Schafen; hier können immer wieder kleinere Tiere viele Bisse aufweisen, getötet werden, oft aber auch noch leben.

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/wolf.jpgAuch Wölfe setzen Tötungsbisse im Kehlbereich. Diese können jedoch sehr variabel sein und von wenigen präzisen Bissen bis zu flächigen Hämatomen mit vielen Bissen reichen, Verletzungen können auch im Kopfbereich vorkommen. Auffällig ist meist die Kraft der Bisse und die Schwere der Verletzungen. Foto: Roman Kirnbauer

 

 

 

 

Ähnlich Hunden öffnen Wölfe zumeist die Bauchhöhle, jedoch im Unterschied zu anderen „Hundeartigen“ wird der Verdauungstrakt nicht gefressen. Werden Wölfe nicht gestört, wird das Beutetier völlig aufgefressen. Bei großer Beute wie Rotwild bleiben nur die massiveren Skelettknochen, das Haupt, Teile der Decke und der Verdauungstrakt übrig, bei kleinen Beutetieren reduzieren sich die Reste oft auf wenige Knochen, Darm- und Deckenteile. Es kann auch vorkommen (eher bei Störungen), dass einzelne Körperteile abgetrennt (meist Läufe) und in Nahrungsverstecke oder zu den Welpen gebracht werden. Immer wieder werden Beutetiere vom Rissplatz weggezogen, meist in einen gedeckteren Bereich. Entlang der Schleppspur finden sich vor allem Teile der Innereien.

tl_files/jaegerschaft/2019/Juli/Grossraubwildriss/wolf1.jpgVon Wölfen werden Gedärme und der Pansen nicht gefressen. Bisse finden sich in Läufen, Flanken und Keulen. Foto: Roman Kirnbauer

VORGANGSWEISE BEI VERDACHT DURCH SCHÄDEN VON GROSSRAUBWILD

Die folgenden Hinweise folgen einem Merkblatt, herausgegeben vom Amt der Kärntner Landesregierung, Kärntner Jägerschaft und Landwirtschaftskammer Kärnten, welches an die Almbauern verteilt wurde.Werden tote landwirtschaftliche Nutztiere aufgefunden, bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie durch einen Wolf, Bären oder Luchs verletzt oder getötet wurden, gilt folgende Vorgehensweise: 

1. Kontaktaufnahme mit den Amtssachverständigen/Rissbegutachtern unmittelbar nach Kenntnis des Schadens:

Amtssachverständige:
Wolf:

  • Mag. Roman Kirnbauer (Amt der Kärntner Landesregierung) 0664/8053 6114 16
  • DI Gabriel Honsig-Erlenburg (Amt der Kärntner Landesregierung) 0664/8053 6114 13

Bär:

  • Mag. Bernhard Gutleb (Amt der Kärntner Landesregierung, Bärenschäden) 0664/ 8053 6184 24

Folgende externe Sachverständige können – im Bedarfsfall – von den Amtssachverständigen beigezogen werden:
Externe Sachverständige:

  • Mag. Gerald Muralt (Kärntner Jägerschaft)
  • DI Thomas Huber (Wildbiologe)

2. Die weitere Vorgehensweise ist mit dem SV telefonisch abzuklären, die Kontaktaufnahme soll so schnell als möglich nach Auffinden des Kadavers erfolgen, damit die Untersuchung und „Beweissicherung“ bestmöglich erfolgen kann. 

Weitere wichtige Punkte:

  • Bei Kontaktaufnahme wird das weitere Vorgehen abgesprochen (Termin, Ort, Zeit etc.).
  • Der Kadaver ist nach dem Auffinden nach Möglichkeit abzudecken, damit weitere (Nach) Nutzungen vermieden werden.
  • Haus- und Jagdhunde vom Kadaver fernhalten, kann mögliche DNA-Probe verfälschen!
  • Nach Auffinden keine weiteren Manipulationen am Fundort des Kadavers und Umgebung
  • Weitere notwendige Unterlagen hat der SV.
  • Den Betroffenen/Revierinhabern entstehen keine Kosten durch die Inanspruchnahme eines SV.
  • Rissmeldungen, aber auch Sichtungen von großen Beutegreifern sind ausschließlich an die oben angeführten Wildbiologen zu melden!

DI Thomas Huber

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